Worklog
Seit dieser Woche bin ich wieder eifrig dabei zu schaffen. Jedenfalls gebe ich mir wenigstens die größte Mühe so zu tun als ob… Deswegen ist das jetzt mein “Worklog” ![]()
Äpfel und Birnen
Vor zehn Jahren waren Äpfel in Korea extrem billig. Die billigsten Früchte überhaupt. Die asiatischen Birnen (in Deutschland als Nashi Birnen bekannt) waren dagegen sehr teuer. Jetzt ist es genau anders herum. Warum? Die Obstbauern haben einfach die Apfelbäume durch Birnenbäume ersetzt, weswegen nun Birnen in reichlicher Menge vorhanden sind, wohingegen Äpfel rar sind. So kommt es eben manchmal.
Weiss
Manche sagen in Weiss waeren alle Farben enthalten, andere sagen Weiss sei das Gegenteil von Schwarz, andere sagen Weiss ist #FFFFFF… Ich sage: Weiss sind die Straende, an die ich heute fliege. Machts gut… ich bleibe einfach da, ok?
Brot
Was vermisse ich wohl am meisten? Nein, nicht die Freunde, nicht einfach mal wieder Deutsch zu sprechen. Richtig, ein stinknormales, einfaches ausgehobenes Brot. Hier gibt es nur das weiche, labbrige Franzosenbrot.
Das mit den Freunden war natuerlich nicht ernst gemeint. Am meisten vermisse ich natuerlich meine Freunde *schleim*.
Zurück aus dem Tempel
Ja, richtig. Tempel. Ich habe die letzten drei Tage an einem Internetfreien (nicht wirklich; Breitbandanschlüsse gibt es auch da) Ort verbracht. Eine Insel, fast am südlichen Ende Koreas. Davon blieb ich die letzten zwei Tage in einem Tempel auf dem höchsten Berg der besagten Insel.
Ich bin eigentlich total fertig und gestresst gewesen, als ich nach Korea kam. Als ich dann auf diesem Berg war, alles um mich herum so friedlich und frei, nur das Meer zu sehen, da bin ich sehr ruhig geworden. Dann denkt man wieder einmal nach, weshalb man den ganzen, großen Tanz tanzt. Weil es irgendwie Spaß macht. Erleuchtet worden bin ich zwar nicht da oben, aber das wollte ich ja nicht. Erleuchtung, das ist was für alte Leute ![]()
Das ist der Tempel:

Und das bin ich beim Sonnenaufgang. Aufstehen war um 3:30, aber egal. Das habe ich gerne durchgemacht.

Die nächsten Tage
Mann, ich bin gestern ewig in der Stadt herumgerannt. Nie wieder! Aber interessant war es allemal. Ein riesiger Block mit Straßen von mehreren Kilometern, und was findet man dort? Nur eine Sorte von Läden. Es ist der Stadtteil für die Plastikverpackungshändler. Plastikfolien, Packungsaufdrucke, Verpackungsmaschinen. Einer neben dem anderen. Whow! Dann ein paar Straßen weiter: Der Stadtteil der Generatoren.
Ich werde mich mal zwei drei Tage aus der Stadt verziehen. Ab in den Süden. Zu den zwei Prozent ohne Breitbandanschluss. ![]()
Wer kann was erkennen?
Ich auch nicht, obwohl ich Koreanisch kann. Fast jedes Haus ist so zugekleistert.

Die koreanische Idylle
Ist das nicht idyllisch? Wunderschöne Landschaft, ein alter Palast…

Und dann eine 180 Grad Drehung, und was sieht man?

So ist das eben.
U-Bahn
Die U-Bahn in Seoul ist wie jede andere U-Bahn auf der Welt (so weit ich das sagen kann). Weggetretene Gesichter, die ihren eigenen Gedanken nachhängen, Augen, die ständig nach einem fixen Punkt suchen und sich dabei von der Fahrt durch die Stadt in der Leere verlieren. Es gibt viele Bettler, die durch die U-Bahn Waggons schlurfen und um Almosen bitten. Die Technisierung hat auch bei den Bettlern Einzug gehalten. Sie haben einen kleinen Kassettenrecorder umgehängt, aus dem Musik plärrt, die traurig bis kitschig klänge, könnte man sie erkennen. So ziehen sie durch die Bahn und hoffen, das sie von dem Meer aus 33 Millionen Menschen getragen werden.
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Impressionen
Ihr kennt sicherlich diese Szenen aus asiatischen Filmen und/oder Photographien (jetzt: Fotografien)?

Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen.
Das sind Daddelkisten, höchstens so hoch wie ein Schreibtisch. Die Sitze da sind Kästen für Flaschen. Das sind dann Daddelkisten für Kinder vor einem Supermarkt.

Und das ist ein Laden in einem Mini-Pickup.
